10 Dinge über Tee, die Sie wissen müssen

Wissen Sie bei welcher Temperatur der Tee aufgekocht werden soll? Diese und weitere spannende Tee-Fakten finden Sie hier.

Schwarzer, Grüner und Weisser Tee stammen aus derselben Pflanze. Allerdings sind die drei Tees verschieden verarbeitet.

Es gibt zwei Gattungen, die Camellia sinensis var. sinensis und die Camellia assamica. Daraus entstehen die 6 bekannten Teetypen: Grüntee, Schwarztee, Oolong, Weisser Tee Teöber Tee und Pu Erh. Grüner Tee wird nach der Ernte sofort gedämpft, gerollt und getrocknet. Im Gegensatz dazu wird der Schwarztee zunächst gewelkt, sprich bei einer 15-stündigen Lufttrocknung unter ständigem Wenden wird die Feuchtigkeit um 30% entzogen, gerollt und anschliessend fermentiert. Dadurch wird das Chlorophyll des Teeblatts zerstört, die Blätter verfärben sich rotbraun und der Tee legt an Aromen zu. Erst danach wird er getrocknet und erhält seine typische schwarze Farbe. Oolong Tee ist der sogenannte halbfermentierte Tee, also eine Mittelstufe zwischen Grün- und Schwarztee. Weisser Tee wird nur optional gewelkt, nicht gerollt, nicht fermentiert, nur getrocknet. Von allen Teearten ist der Weisse Tee somit derjenige mit den wenigsten Aufbereitungsschritten. Pu Erh Tee wird bei uns auch als roter Tee bezeichnet. Er wird post-fermentiert und durch die lange Reifung erhält er eine dunkle Farbe und einen sehr kräftigen, erdigen Geschmack.

Tee im richtigen Sprachgebrauch stammen von der Teepflanze, sprich aus der Camellia sinensis bzw. der Camellia assamica. Bei Kräutertees und Früchtetees handelt es sich einfach um Aufgüsse. Rooibostee wird zwar ähnlich fermentiert wie Schwarztee, jedoch wird er aus der Pflanze Aspalathus linearis gewonnen und ist koffeinfrei. Auch Mate-Tee ist kein Tee sondern stammt vom Mate-Baum, der jedoch koffeinhaltig ist.

Achtung: Grüntee darf man auf keinen Fall mit kochendem Wasser aufgiessen, da er sonst bitter wird. Denn zu hohe Wassertemperaturen zerstören die empfindlichen Aromastoffe des Grüntees und man “verbrüht” den Tee sozusagen.

Wir empfehlen folgende Richtwerte für verschiedene Tees:

  • Schwarztee: 90-100 °C
  • Chinesische Grüntees: 80-85 °C
  • Japanische Grüntees: 50-80 °C
  • Kräuter- und Früchtetee: 100 °C

Tipp: Auf unseren Teeverpackungen sind immer die idealen Aufgusstemperaturen angegeben.

Die Milch. Wenn man die Milch als erstes in die Tasse gibt, neutralisieren die Proteine der Milch die Tannine des Tees, ehe dieser zu heiss wird. Die Bitterkeit ist nicht mehr zu schmecken. Gibt man jedoch die Milch erst nachträglich in den heissen Tee, so denaturieren die meisten Proteine, da diese nicht allzu viel Hitze vertragen (ab ca. 65 °C). Die Bitterkeit bleibt bestehen. Spielt die Bitterkeit jedoch keine Rolle für den persönlichen Geschmack, kann man die Milch sowohl vorher „Milk-in-first“ (MIF) als auch nach dem Tee „Tea-in-first“ (TIF) beifügen. In England haben sich zwei Lager entwickelt, die MIFs und die TIFs.

Ja, Grüntee, Oolong Tee, Pu Erh Tee und weisser Tee kann man gut mehrfach aufgiessen. Schwarztee wird weniger für Mehrfachaufgüsse verwendet (Es gibt aber auch hier Liebhaber, die Ihren Top-Darjeeling gerne zwei oder drei Mal aufbrühen). Allerdings werden ca. 80% aller Inhaltsstoffe in den ersten vier Minuten gelöst. Es gilt:

  • Der erste Aufguss ist zur Anregung (Koffeinwirkung)
  • Der zweite Aufguss steht für den Genuss (Aromen kommen oft besser zur Geltung als beim ersten Aufguss)
  • Der dritte Aufguss ist gegen den Durst (Dieser schmeckt zwar auch noch gut, aber man führt dem Körper vor allem die Flüssigkeit zu, die er braucht)

Achtung: Mehrfachaufgüsse sollte man immer direkt hintereinander zubereiten und nicht am Morgen und der nächste erst am Abend.

Wir empfehlen bei der Lagerung des Tees folgende Punkte zu beachten:

  • kühl, maximal Zimmertemperatur, jedoch möglichst unter 18°C, ideal <16°C  (sehr hochwertige grüne Tees und Matcha im Kühlschrank lagern)
  • dunkel, kein direktes Sonnenlicht
  • trocken, gut verschlossen
  • fern von Fremdgerüchen
  • Beutelverpackungen immer zusammenrollen, um Leerräume bzw. Licht, Luft und Feuchtigkeit zu minimieren. Beutel durch Klammern sichern

Grüntee ist etwas weniger lange haltbar als Schwarztee und sollte innerhalb von ca. 12-18 Monaten getrunken werden. Schwarztee kann man bis zu 24 Monate nach dem Kauf noch trinken Ungeöffnet und richtig gelagert ist er sogar bis zu drei Jahre nach der Ernte gut trinkbar. Geöffnet verringert sich die Mindesthaltbarkeit durch den Sauerstoffkontakt. Eine luftdichte Verpackung wäre hier hilfreich. Im Allgemeinen geht bei jeder Lagerung immer Aroma und Frische verloren. Sprich trinken kann man den Tee immer, die Frage ist nur, welche Ansprüche man an den Geschmack des Tees hat.

Die Ziehzeit des Tees ist abhängig vom individuellen Geschmack und der gewünschten Wirkung. Je länger die Ziehzeit, desto intensiver ist der Geschmack des Tees . Bevorzugt man z.B. Bitternoten, sollte man den Tee länger ziehen lassen, damit viele Gerbstoffe extrahiert werden und die Koffeinwirkung kann verzögert eintreten. Viele Leute empfinden die Gerbstoffe als beruhigend für den Magen. Auf unseren Teepackungen sind die empfohlenen Ziehzeiten jeweils angegeben. Probieren Sie diese aus, wenn Sie möchten, und erfahren Sie ob diese auch für Ihren Geschmack gut ist.

Wer genaue vorlieben in der Ziehzeit des Tees hat, ist mit unserem Tee-Timer mit drei verschiedenen Sanduhren bestens bedient.

Tee wurde vor ca. 5.000 Jahren in China entdeckt. Es gibt zwei Sagen, die die Entstehung des Tees beschreiben:

  1. Ein Blatt weht in die Tasse des Kaisers Shen Nung. Dieses Blatt wurde mit „Ya Er“ (bitter/herb) beschrieben. Es wird vermutet, dass es sich um ein Teeblatt handelte.
  2. Ein buddhistischer Mönch entdeckt den Tee bei der Meditation.

Fakt: 221 v. Chr. wurde eine Erhöhung der Teesteuer in China dokumentiert.

Alle Teesorten nehmen hier ihren Ursprung, von der Mutterpflanze „Camelia sinensis sinensis“ .

Die ersten Tees waren Oolong-ähnlich. Die Blätter wurden in Klosterhöfen in der Sonne getrocknet, diese begannen an der Luft leicht zu fermentieren. Je nach Lage des Klosters waren die Tees schwächer oder stärker fermentiert, da die Wege zu den Klöstern unterschiedlich lang und beschwerlich waren. Dies erklärt auch die heutigen unterschiedlichen Oolong-Typen.

1610 landeten die Portugiesen erstmals Tee in Europa an.  Mitte des 17. Jahrhunderts importierten dann die Holländer Tee in nennenswerten Mengen aus China und Japan. Tee war teuer und somit dem Adel vorbehalten. Anfangs galt Tee als exotisches Genussmittel, sogar als giftig (durch Teetrinken zum Tode Verurteilte wurden steinalt). Später wurde Tee auch als Heilmittel berühmt.

Auch bei der Dosierung gilt: Die richtige Teemenge ist Geschmackssache. Trinkt man den Tee gerne fein aromatisch, mild, fruchtig oder eher herb? Jeder muss persönlich für sich herausfinden, was das richtige Verhältnis zwischen Teemenge und Wasser ist. Ausserdem gilt: Je grösser die Teeblätter, desto stärker wird der Geschmack des Tees, je kleiner der Blattgrad, desto ergiebiger ist der Aufguss. Als Faustregel empfehlen wir einen 1-2 Dosierlöffel pro Tasse. Die Menge an Teelöffeln ist jeweils auf unseren Verpackungen angegeben.