Interview mit Armin Wagner

Geschäftsführer Armin Wagner im Gespräch über aussergewöhnliche Produktlinien und den kreativen Prozess bei BIOTEAQUE.

Was versteht ihr unter Alpenkräuter Tee, d.h. wodurch unterscheidet dieser sich von euren anderen Tees?

Unsere Alpenkräuter wachsen und gedeihen ausschliesslich in den Südtiroler Bergen. Diese unterscheiden sich von all unseren anderen BIO-Tees vor allem dadurch, dass sie auf bis zu 2.000 Höhenmetern angebaut und geerntet werden.

Durch die intensive Bergluft und das milde Südtiroler Klima haben unsere besonderen Bergjuwelen die Möglichkeit, sich in allen Farbvielfalten, mit besonderen Düften und Geschmäckern, zwischen Himmel und Erde zu entfalten.

Was kannst du über das Anbaugebiet verraten?

Die Alpenkräuter werden ausschliesslich von Bergbauernfamilien mit höchster Sorgfalt und viel Herzblut angebaut und geerntet.

Wie war die Resonanz in der Gastroszene, als ihr zum ersten Mal mit dieser neuen Tee-Sparte nach aussen gegangen seid?

Als wir das erste mal mit unseren „Böcken“ auf Europas Messen unterwegs waren, wurden wir mit grossem Staunen empfangen. Nach und nach zogen die Alpenkräuter Tees in die Top Hotellerie ein und sorgen seitdem beim Gast für ein noch freudigeres und genussvolleres Tee-Erlebnis. Mit unseren neu kreierten Tee-Namen und Tee-Mischungen haben wir die Spitze des Eisberges erreicht.

Als Trendsetter in der Teebranche muss Bioteaque oftmals Kreativität beweisen – woher nimmst du diese ganzen Ideen, wie beispielsweise für die Alpenkräuter-Linie?

Der kreative Prozess findet ständig statt und kommt praktisch aus dem Bauch heraus – plötzlich ist er da, z.B. ein „Stürmiga Schorschi“ und ich versuche solche Impulse dann bestmöglich umzusetzen.

Euer Teespektrum diversifiziert sich immer weiter, inzwischen haltet ihr mehr als 150 verschiedene Teemischungen für eure Kundschaft bereit. Unterliegt ihr da auch Strömungen wie in der Mode?

Es gibt ständig Hypes, auf deren Zug wir nicht immer mit aufspringen. Modeerscheinungen aus aller Welt – vor allem aus Amerika, wo Kräutertees als super trendy angepriesen werden und sechs Monate später wegen Verdachts auf gesundheitsschädliche Nebenwirkungen vom Markt genommen werden… bei so etwas machen wir nicht mit. Jedoch sind wir stets offen, neue Kräuter und Kräutermischungen aufzusetzen, diese zu verkosten und unter einem „verreckt’n“ Namen auf den Markt zu bringen.

Wie reagiert denn die weltweite Branche auf eure Erfolge – werdet ihr mit euren Konzepten und eurem Sortiment oft kopiert?

Es macht uns stolz, dass wir immer wieder von den Globalplayern der Tee-Welt nachgeahmt, bzw. oftmals sogar sehr unmissverständlich kopiert werden. Wir sind jedoch ständig einen Schritt voraus, können uns somit langfristig am Markt behaupten und deshalb auch eine Art Vorreiter-Position für uns in Anspruch nehmen. Wir haben mittlerweile sehr viele angemeldete Patente und Geschmacksmuster, auf die wir sehr stolz sein können und welche wir natürlich ggf. auch durchsetzen werden