Kaffee macht wacher als Tee und Beuteltee ist schlechterer Tee! 7 Tee-Mythen im Check.

Enthält Kaffee wirklich mehr Koffein und macht er somit wacher als Tee? Sind Teebeutel qualitativ schlechter als Offen-Tee? Diese und weitere Behauptungen zum meist getrunkenen Getränk der Welt geistern herum. Doch stimmen diese Mythen? Wir liefern Antworten!

Falsch! Tee kann genauso wie Kaffee zur Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs einberechnet werden. Allerdings bewirkt das Koffein im Schwarztee oder im Grüntee einen kurzfristigen Wasserverlust durch Harnausscheidung. Doch dieser wird im Verlaufe des Tages wieder ausgeglichen durch Verringerung der Harnausscheidung. Somit raubt Tee dem Körper keine Flüssigkeit sondern führt ihm diese zu.

Stimmt teilweise. Das Koffein im Tee und im Kaffee ist chemisch gesehen dasselbe. Die Wirkung des Koffeins im Tee und im Kaffee ist jedoch anders. Denn das Koffein im Tee ist an die Gerbstoffe gebunden. Deshalb tritt die Wirkung verzögert ein, ist aber langandauernd. Das Koffein im Kaffee hingegen ist an die Clorogensäure gebunden und wirkt sofort und intensiv auf Herz und Kreislauf, lässt aber relativ rasch nach. Kaffee erzeugt somit einen Koffein-Flash, Tee bewirkt eine längere Wach-Wirkung. Allerdings enthält eine Tasse Kaffee 2-3 Mal so viel Koffein wie die gleiche Menge Schwarztee.

Komplett falsch! Schwarztee wirkt nie beruhigend, denn es handelt sich um ein koffeinhaltiges Getränk. Egal, wie lange Sie den Tee ziehen lassen, das Koffein verschwindet nicht. Bei längeren Ziehzeiten (ab 5 Minuten) lösen sich mehr Gerbstoffe aus den Teeblättern, welche das Koffein binden. Daher verzögert sich eventuell die Wirkung. Allerdings können Gerbstoffe beruhigend auf den Magen wirken. Somit ist eine längere Ziehzeit schonender für den Magen aufgrund von mehr Gerbstoffen.

Tipp: Ob Ceylon, Earl Grey, Assam oder Darjeeling – in unserem Schwarztee-Sortiment finden Sie bestimmt ihren Favoriten.

Stimmt so nicht! Qualitativ hochwertiger Grüntee richtig zubereitet schmeckt selten bitter. Dafür muss jedoch folgendes beachtet werden:

  • Grüntee von geringer Qualität bittert oft nach, hochwertige Sorten allerdings selten. In Topsorten befinden sich vorwiegend junge Blätter, in denen sich weniger Gerbstoffe befinden.
  • Einige Grünteesorten vertragen keine zu hohen Aufgusstemperaturen. Wir empfehlen deshalb den Grüntee bei 80 Grad aufzubrühen.
  • Je kürzer die Ziehzeit desto weniger Bitternoten können sich entfalten. Denn bei langer Ziehzeit werden die meisten Gerbstoffe gelöst, welche dem Tee eine bittere Note verleihen.

Tipp: Probieren Sie unseren Greana Gustl, 1st Grade China Gunpowder ist auch für „Grüntee-Einsteiger“ bestes geeignet.

Stimmt teilweise. Generell ist der Teebeutel nur eine Vorportionierung. Oftmals wird darin jedoch qualitativ schlechterer Tee versteckt.  Durch die Verkleinerung ist nicht mehr erkennbar, ob es sich um hochqualitative Mischungen handelt. Natürlich gibt es auch Spitzen-Tees, die in Beutel gefüllt werden, wie zum Beispiel unsere Manufaktur-Teebeutel. Ein Qualitätsproblem besteht eher darin, dass der Tee zu wenig Platz zur optimalen Entfaltung im Teebeutel bekommt, wenn er zu sehr zusammengepresst wird. Wir empfehlen daher den Tee in unseren grosszügigen Sieben aufzugiessen. Eine Verbesserung der Qualität bringen auch Pyramidenbeutel wie zum Beispiel unsere ALPINI Teebeutel.

Falsch. Die Milch schränkt die Aufnahme von Antioxidantien im Menschlichen Körper ein. Denn durch das darin enthaltene Casein wird die Wirkung der Catechine blockiert und der positive Gesundheitseffekt bleibt aus. Wir meinen jedoch: Trinken Sie den Tee so wie Sie ihn mögen, denn der Genuss fördert das Wohlbefinden! Tipp: Unser English Breakfast Tea Schwarza Louis schmeckt mit und ohne Milch super lecker.

Falsch. Natürlich ist es verlockend bei hohen Temperaturen einen kühlen Eistee zu schlürfen. Allerdings wäre ein warmer Tee auch im Sommer vorzuziehen aus Sicht des Körpers. Denn dieser erweitert die Blutgefässe im Magen und die Flüssigkeit geht schneller ins Blut über. Der Körper kühlt schneller ab und der Kreislauf wird geschont. Kühle Getränke hingegen fordern den Kreislauf. Kurzfristig kühlt Eistee natürlich und unser Eisiger Ötzi schmeckt sowohl warm als auch kalt überaus lecker!